4future.institute
Public Editorial Standards
Unsere Editorial Policy: Orientierung durch Analyse – nicht durch Positionierung
Public Editorial Standards des 4future.institute
Präambel
Das 4future.institute ist ein unabhängiger Think Tank. Unsere Publikationen dienen der Orientierung in komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Transformationsprozessen. Sie sollen Denkrahmen klären, Zusammenhänge sichtbar machen und fundierte Diskussion ermöglichen – nicht politische Entscheidungen vorwegnehmen.
Diese Public Editorial Standards legen offen, nach welchen Grundsätzen Publikationen am 4future.institute entstehen
1. Zweck und Anspruch
Publikationen des 4future.institute verfolgen einen analytischen Zweck.
Sie sind:
- keine politischen Stellungnahmen,
- keine Interessenvertretung,
- keine Beratungsangebote,
- keine journalistischen Meinungsbeiträge.
Ihr Anspruch ist es, Orientierung zu schaffen, wo klassische Steuerungs- und Deutungsmodelle an Grenzen stoßen.
2. Trägerschaft, Finanzierung und Unabhängigkeit
Das 4future.institute ist organisatorisch Teil der gemeinnützigen 4future.foundation.
- Die Finanzierung des Institutes erfolgt über die 4future.foundation im Rahmen ihres gemeinnützigen Zwecks.
- Die Foundation verfolgt keine parteipolitischen, wirtschaftlichen oder kommerziellen Einzelinteressen.
- Die Trägerschaft durch die Foundation begründet keinen inhaltlichen Einfluss auf Fragestellung, Analyse oder Ergebnisse.
Analysen, Bewertungen und Schlussfolgerungen erfolgen in der wissenschaftlichen Verantwortung der Autor:innen.
3. Analyse vor Empfehlung
Das Institute legt den Fokus auf:
- strukturelle Zusammenhänge,
- implizite Annahmen,
- systemische Wirkungen und Zielkonflikte.
Publikationen vermeiden bewusst:
- Forderungskataloge,
- Maßnahmenlisten,
- operative Handlungsempfehlungen.
Politische Entscheidungen bleiben Aufgabe demokratisch legitimierter Akteure.
4. Offenlegung von Denkrahmen
Zentrales Ziel unserer Arbeit ist es, Denkrahmen sichtbar zu machen, insbesondere Annahmen über:
- Arbeit und Beschäftigung,
- Wertschöpfung und Produktivität,
- technologische Steuerbarkeit,
- gesellschaftliche Stabilität,
- das zugrunde liegende Menschenbild.
Nicht einzelne Maßnahmen, sondern die Logik, in der sie entstehen, steht im Mittelpunkt.
5. Interdisziplinärer Zugang
Publikationen berücksichtigen – je nach Thema – mehrere Perspektiven:
- ökonomisch,
- technologisch,
- gesellschafts- und sozialpolitisch,
- organisations- und wirtschaftspsychologisch.
Monokausale oder eindimensionale Erklärungen gelten als analytisch unzureichend.
6. Menschenbild und Wirksamkeit
Das 4future.institute betrachtet Menschen nicht primär als Ressource, sondern als
wirksame Akteure in komplexen Systemen.
Motivation, Sinn, Orientierung und Entscheidungsfähigkeit werden als systemrelevante Faktoren verstanden –
nicht als weiche Begleitgrößen.
7. Rollen statt Personen
Publikationen des 4future.institute vermeiden bewusst die Personalisierung struktureller Fragen.
- Es wird nicht über einzelne Personen, ihre Motive oder ihre Leistungsfähigkeit geschrieben.
- Analysiert werden Rollen, Funktionen, institutionelle Logiken und Systemzusammenhänge.
- Verantwortung wird strukturell, nicht individuell zugeschrieben.
Diese Haltung dient der analytischen Klarheit, der Fairness gegenüber handelnden Personen und der Vermeidung von Verkürzung
durch Personalisierung.
8. Stil und Tonalität
Publikationen sind:
- sachlich,
- präzise,
- ruhig formuliert.
Zuspitzung ist erlaubt, Polemik nicht.
Überzeugung entsteht durch Argumente – nicht durch Lautstärke.
9. Rollenklärung der Autor:innen
Autor:innen legen offen, aus welcher Rolle sie schreiben (z. B. wissenschaftlich, institutionell, praktisch).
Persönliche Meinungen, politische Positionierungen oder weitergehende normative Bewertungen sind
klar von der Analyse zu trennen und gegebenenfalls in anderen Formaten zu führen.
10. Umgang mit Unsicherheit
Publikationen des 4future.institute treffen keine Prognosen im Sinne von Vorhersagen.
Sie beschreiben:
- strukturelle Trends,
- Wirkzusammenhänge,
- plausible Entwicklungspfade unter Unsicherheit.
Ziel ist Orientierung – nicht Vorhersagesicherheit.
11. Evidenz und Quellen
Analysen des 4future.institute stützen sich auf:
- anerkannte empirische Daten,
- wissenschaftliche Literatur,
- nachvollziehbare Argumentationsketten.
Nicht jede Aussage erhebt Anspruch auf empirische Vollständigkeit; alle zentralen Annahmen sind jedoch
argumentativ begründet.
12. Redaktionelle Verantwortung
Alle Publikationen des 4future.institute unterliegen einer inhaltlichen und redaktionellen Qualitätssicherung.
Diese dient der Klarheit, Konsistenz und Einhaltung der Editorial Standards – nicht der inhaltlichen Steuerung
oder politischen Einflussnahme.
13. Integrität und Transparenz
Das 4future.institute:
- verwendet keine fingierten Zitate,
- simuliert keine externen Autoritäten,
- weist externe Beiträge oder Einordnungen nur aus, wenn sie tatsächlich vorliegen.
14. Verantwortung für Wirkung
Institute-Publikationen beeinflussen öffentliche Debatten.
Autorinnen/Autoren und Redaktion tragen Verantwortung dafür, Komplexität nicht zu verkürzen, sondern verständlich zu strukturieren.
Ziel ist Orientierung – nicht Vereinfachung um jeden Preis.
15. Offenheit für Diskurs
Publikationen des 4future.institute sind Beiträge zu einem laufenden Diskurs.
Sie erheben keinen Anspruch auf Endgültigkeit.
Kritik, Weiterentwicklung und Widerspruch sind ausdrücklich erwünscht.
Kurzfassung
Das 4future.institute liefert Orientierung, keine Rezepte.
Es analysiert Denkrahmen statt Einzelmaßnahmen.
Es verbindet Ökonomie, Technologie und Mensch.
Es argumentiert präzise, ruhig und verantwortungsvoll.